Die wahren Geschehnisse in unserer Clique

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Diese „Geschichte“ geschah am Tag vor ihrem 16. Geburtstag. Lucrecias Eltern waren mal wieder unterwegs und ihre Schwester besuchte eine Freundin. An diesem Tage wusste sie nicht so recht was mit sich anzufangen, also beschloss sie nach einiger Zeit endlich mal wieder ihren Lieblingsplatz im nahe gelegenen Stadtpark, der von fast allen nur noch Schnapspark genannt wurde, zu besuchen und ein bisschen Zeit dort zu verbringen. Es war bereits oder eigentlich erst kurz vor fünf Uhr. Jedoch nahm sie sich vor nach geraumer Zeit ihren früheren Plan, einige Bilder des bezaubernden Sonnenuntergangs, den man von diesem Ort besonders gut betrachten konnte, zu schießen. So nahm sie ihren Fotoapparat mit und machte sich auf den fünfminütigen Weg hinüber über die Straße in den Schnapspark. So wurde er genannt, da es dort, durch eine lange Zeit der Vernachlässigung durch die Stadtverwaltung von Obdachlosen wie auch unzähligen Schnaps- und Bierflaschen und deshalb natürlich auch von Glasscherben und anderem Müll lange Zeit nur so gewimmelt hatte. An diese Sache dachte sie, als sie an der Ampel stand, die sie überqueren musste, bevor sie in den Park gelangte. Dort angekommen, nahm sie einen kleinen Schleichweg um schneller an ihren Lieblingsplatz oben auf dem größten der vorhandenen Hügel zu kommen. Dort stand, wie sie auf ihrem Weg gehofft hatte, immer noch die alte Holzbank. Auf diese ließ sie sich nieder sinken und schloss für einige Minuten die Augen um dieses plötzliche berauschende Gefühl zu genießen, endlich einmal wieder dort zu sein. So saß sie nun eine Weile und hörte Musik aus ihrem Discman, den sie sich neben ihrem Fotoapparat noch mitgebracht hatte. Es war ein warmer Tag gewesen, weshalb sie lediglich einen knielangen Jeansrock und ein anliegendes himmelblaues Spaghettiträgertop trug. Nach und nach nahm die Sonne immer weiter ab und je weiter diese abnahm, desto kribbeliger wurde Lucrecia. Sie konnte sich dieses Gefühl eigentlich gar nicht erklären, also schob sie es einfach auf ihre innere Unruhe und auf ihr inständiges Hoffen, die Bilder mögen etwas werden. Gerade war sie wieder ganz entspannt in ihre Träume versunken, als sie hinter sich einige Äste knacken hörte. Erschrocken, den es könnten ja wirklich irgendwelche betrunkenen Leute sein, man wusste ja nie, drehte sie sich also ruckartig um und seufzte leise vor Erleichterung auf. Nein, dies waren nicht irgendwelche besoffenen Leute, im Gegenteil, es waren drei ihr sehr gut bekannten Gestalten, einer ihr Kindheitsfreund Antonio, den alle nur noch Tonio nannten, der andere Marco, der seit der Kindheit schon immer Tonios bester Freund gewesen war, und ihr neuer Freund. Obwohl sie sich eigentlich ziemlich oft mit ihrer Clique traf, zu der auch Tonio und Marco gehörten, hatte sie noch nie einen der drei Jungs an diesem Platz getroffen. Der Ort war nicht sehr bekannt und es wussten auch nur ihre beiden besten Freundinnen, wie oft sie früher hierher gekommen war. Trotzdem fragte sie sich zuerst nicht, warum sie auf einmal dort auftauchten. Nun, die Drei hatten sie gesehen, waren wie üblich in gute Stimmung und fragten nun scharzhaft in Gentlemanmanier, ob sie ihr, einer edlen Dame, Gesellschaft leisten dürften. Immer noch erleichtert doch inzwischen auch etwas verwundert, was die Freunde dorthin verschlagen hatte, bejahte Lucrecia die charmant gestellte Frage und freute sich die restliche Zeit bis zum Sonnenuntergang nun nicht mehr so ganz allein verbringen zu müssen. Wie hätte sie denn auch nur im Entferntesten ahnen können, was im Laufe dieses Abends noch passieren sollte? Sie wünschte sich im Nachhinein oft, sie hätte doch bloß auf ihre anfänglichen Gefühle gehört und wäre gegangen. Doch erst einmal freute sie sich einfach ganz ehrlich, die drei guten Kumpel bereits wieder zu sehen, denn die Clique hatte sich doch schon einige Tage nicht mehr gesehen und war deshalb auf den nächsten Tag mal wieder zu einem ihrer Ausflüge verabredet, und sich mit ihnen ungestört unterhalten zu können. Auf die Frage danach, warum sie den eigentlich dort wären, antwortete Marco, der bereits achtzehnjährige geworden war vor einigen Wochen, nur, sie wären etwas in der Gegend herum geschlendert und hätten sie dabei bemerkt und sich gedacht, dass sie einer solch holden Maid doch ruhig etwas Gesellschaft leisten könnten, da sie sowieso nichts für den heutigen Abend geplant hatten. Mit dieser Antwort gab sie sich dann auch geschlagen und sie redeten über andere Dinge. Später fragte sie sich oft, warum sie gar nicht wirklich bemerkt hatte, dass sie den Sonnenuntergang verpasst hatte und es langsam aber stetig immer dunkler zu werden begann. Vor lauter Reden hatten also alle Vier völlig die Zeit vergessen und als Lucrecia auf ihre Uhr schaute, musste sie erschrocken feststellen, dass es bereits eine Viertelstunde nach acht Uhr abends geworden war und sie sich langsam sputen sollte nach Hause zu kommen. Zu ihrem Glück, wie sie dachte, wollten ihre Eltern an diesem Abend erst später heimkommen und ihre Schwester bei der Freundin übernachten, bei der sie zu Besuch war. Also sagte sie ihren Begleitern, dass sie sich nun langsam von ihnen verabschieden müsse, da sie nach Hause gehen sollte. Ganz gentlemanlike, wie alle drei sich schon den ganzen Abend ihr gegenüber gegeben hatten, was ihr jedoch wie vieles Andere leider erst im Nachhinein, zu spät..., auffiel, meinten die Jungs sofort, sie würden sie natürlich noch nach Hause begleiten. Innerlich doch leicht erleichtert, dass sie die letzten Meter durch die bereits dunkle Nacht nicht allein zurücklegen müsste, nahm sie das Angebot dankend an. Sie gingen gerade den geteerten Abhang hinunter, als Marco, der bei den dreien merkbar das Sagen hatte und der neben ihr lief, da die anderen jeweils Einer vorneweg und der Andere hintendran liefen, sie plötzlich zärtlich am Arm festhielt und ihr gestand, dass er sich bereits vor diesem Abend unsterblich in sie verliebt hatte. Wie vor den Kopf gestoßen, blieb sie abrupt stehen und sah ihn nur noch staunend an. Lucrecia hatte viel von ihm erwartet, aber nicht ein solches Liebesgeständnis! Sie hatte sich in seiner Gegenwart wirklich all die Jahre lang geborgen und gut aufgehoben gefühlt und musste sich anfangs eine leichte Schwärmerei für ihn eingestehen, aber mittlerweile hatte sie in ihm immer mehr eine Art großer Bruder und sensibler Beschützer gesehen und dachte, dass auch seine Gefühle, denen für eine kleinere Schwester glichen. Sie war gleichermaßen total überrumpelt von seinem Geständnis wie auch verwirrt und überfordert. Ihr plötzliches Schweigen falsch deutend, versuchte er Lucrecia sanft in den Arm zu nehmen und zärtlich auf den Mund zu küssen. Von dieser unerwarteten Geste noch mehr verunsichert und verwirrt, wandte sie sich schnell ab. Doch ihre Ablehnung als Strategie deutend versuchte er es nun fordernder und festigte auch seinen Griff an ihrem Arm und um ihre Taille. Sie wand sich unbehaglich in seinen Armen und versuchte sich so schnell wie möglich zu befreien, dadurch jedoch rutschte ihr Rock um einige Zentimeter nach oben und entblößte ein weiteres Stück ihrer noch leicht vom Sommer gebräunten Beine. Dies wiederum verstand der, nun auf den Geschmack gekommene, Kerl als eine Geste der Zustimmung und Aufforderung ihrerseits. Die beiden Anderen standen nun etwas entfernter, um das frische Liebespärchen nicht zu stören, weshalb auch keiner von ihnen Beiden ihren stummen Protest bemerkte, denn er presste inzwischen seine Lippen so fest auf die ihren und versuchte ein kleines Schlupfloch zwischen ihren Lippen zu finden, sodass sie weder einen Ton herausbekam, noch aus Angst und auch durch seinen durchaus festen Griff richtig Luft holen konnte. Ihre Panik wurde immer heftiger als er, um einiges stärker und größer als sie selbst, immer fordernder und verlangender wurde und langsam eine Hand aus seiner gefährlichen Umarmung löste, um ihr unter den Rock greifen zu können. Sie begann wie wild zu zappeln und versuchte ihn auch zu beißen. Nun endlich verstand er, dass das keine Strategie von ihr war, um ihn auf eine morbide Art und Weise „scharf“ zu machen, sondern, dass sie wirklich Angst vor ihm hatte. Dies machte ihn einerseits total wütend, da ihn bisher noch kein Mädchen abgewiesen hatte, aber andererseits berauschte ihn auch ein nie gekanntes Gefühl der Macht über eine andere Person. Als er sich einen, wenn auch nur kurzen, Augenblick dieser ungekannten Mischung aus neuen und alten Gefühlen hingab, schaffte Lucrecia es, sich aus seiner brandgefährlichen Umarmung zu lösen und seine, ihren Oberarm umklammernde Hand, abzuschütteln. Doch leider hatte sie sich früher am Abend der Lust hingegeben sich ihrer Schuhe zu entledigen und so trug einer der beiden Anderen, welche die Situation immer noch nicht realisiert hatten, da sie dachten, die beiden würden einfach ein wenig Katz' und Maus spielen, ihre Schuhe und sie musste barfuß über den inzwischen wieder ungeteerten Weg, der voller Zweige und Scherben lag, laufen. Eigentlich war sie keine schlechte Läuferin, aber unter solch schlechten Bedingungen, noch dazu blind vor Angst und Entsetzen und mit ihrem zum Rennen ungeeigneten Rock, hatte sie keine Chance gegen ihn, auch wenn sie ihn in fairen Wettrennen schon mehrmals geschlagen hatte. Doch was war an dieser Situation schon fair? Er war stärker als sie, größer, nicht verängstigt, hatte seine Freunde zur Unterstützung, die selbst gebannt von diesem Schauspiel und selbst unfähig zu Gunsten Lucrecias einzugreifen am Rand standen und wurde von neu entdeckten Energiereserven durchflutet. Sie wusste, sie hatte keine Chance ihm zu entfliehen, trotzdem kam der Stoß, den er ihr versetzte, als er sie endlich eingeholt hatte und der sie stolpern und zu Boden stürzen ließ, doch extrem überraschend und sie konnte den Sturz auf den harten Waldboden im letzten Augenblick gerade noch abfangen, bevor sie mit dem Gesicht in einen Haufen Scherben fallen konnte und sich so unzählige Schnittwunden zuzuziehen. Dies jedoch stimmte sie nicht besonders glücklich, aber wie sollte es sie auch? Jetzt wo ihr das gleiche Schicksal blühte, wie vielen anderen Frauen wie auch schon Mädchen vor ihr bereits auch schon? Wie oft hatte sie in irgendwelchen Zeitschriften und Magazinen über solche Vorfälle gelesen oder einen entsprechenden Bericht im Fernsehen gesehen. Jedes Mal hatten ihr die armen Opfer leid getan und sie hatte sich immer wieder gefragt, was die Täter nur zu solch einer Tat brachte, nun würde sie in wenigen Augenblicken selbst eines der bemitleidenswürdigen Opfer sein und wusste zum ersten Mal, was einen Täter zu einer solchen Tat treiben konnte: Verschmähte Liebe! So einfach konnte es passieren! Aber wie hatte sie nur so unvorsichtig sein können? Es geschah ihr ja eigentlich gerade recht, dass es ihr passierte! Waren die anderen Opfer womöglich auch selbst an ihrer Situation schuld gewesen und hatten genauso wenig Mitleid verdient wie die Leute, die so etwas taten? Dies alles ging ihr in den wenigen Augenblicken ihres Sturzes durch den Kopf und vermutlich noch viel mehr. Doch es war wahrlich nur ein sehr kurzer Moment und bevor sie sich versah, kniete er auch schon wieder über ihr. Dieses Mal eindeutig mit dem Willen, das zu bekommen, was er wollte. Man sah es in seinem Blick, so entschlossen, alle möglichen Konsequenzen in den Wind schießend, einfach nur noch auf den Moment bedacht, auf diesen Augenblick, in dem er das erste Mal in seinem Leben wahre Macht über einen Menschen haben würde! Genau diese und keine anderen Gedanken konnte sie in seinem Blick lesen, als er so gierig über ihr kniete und bereits wieder an ihrem beim Sturz sowieso schon hoch gerutschten Rock herumzerrte. Sie merkte, wie er von Sekunde zu Sekunde ungeduldiger wurde, doch im Gegensatz zu ihrem Hoffen, bedeutete das nicht, dass er sie irgendwie lockerer zu Boden presste oder ihr sonst irgendeine Möglichkeit gab ihrem wohl unausweichlichen Schicksal zu entkommen. Im Gegenteil, desto ungeduldiger und fahriger er wurde, desto fester drückte er sie auf den von Laub bedeckten Boden und man sah ihm auch seine größer werdende Entnervtheit über ihr ewiges Gezappele an. Sie könnte doch wenigstens nun, da er sie in wenigen Augenblicken "beglücken" würde, aufhören sich zu wehren. Mittlerweile sollte selbst ihr klar geworden sein, dass sie keine Chance hatte, da er sowohl stärker und auch größer war als sie und auch seine Freunde dabei hatte, außerdem brächte es ihr nicht einmal etwas, bekäme sie die Gelegenheit zu schreien. Denn was sie überhaupt nicht bedacht hatte, als sie hierher gekommen war, die meisten Leute mieden diesen Platz, sobald die Dämmerung eingebrochen war, was man ihnen besonders in letzter Zeit, wo vor kurzem erst ein Mann überfallen wurde, wohl wirklich nicht übel nehmen konnte. Und außerdem verlief ganz in der Nähe eine sehr befahrene Schnellstraße, was sich auch nicht gerade positiv auswirkte, im Gegenteil, es war insofern negativ, dass kein Mensch außer ihnen sie hören würde, wenn sie schrie, es also, selbst wenn jemand hier sein sollte, es keinen Sinn haben würde. Langsam ermattend und sich schon beinahe in ihr Schicksal ergebend, hörte sie auf sich weiter unter ihm zu winden, als er an seinem eigenen Gürtel zerrte. Er grinste sie an und wagte es auch noch seine Worte an sie zu richten. Er musste seine vollkommene Gewalt über sie in diesem Augenblick wirklich bis zum letzten Zuge auskosten. Seine Stimme klang zum einen beinahe hasserfüllt, weil er der Ansicht war, dass sie ihn erst ‚scharf’ gemacht hatte, nur um sich ihm dann doch zu verweigern, zum anderen, aber auch sehr begehrend, ja sogar genießend, als er zu ihr sagte: „Nun, gefällt es dir? Gefällt dir der Gedanke, dass du in wenigen Augenblicken nun endlich bekommst, was du schon so lange verdienst? Wenigstens glücklich schätzen könntest du dich, dass du die Ehre meiner Wenigkeit hast!“ Bei diesen Worten lachte er für seine erst 18 Jahre merklich verbittert, aber doch auch ziemlich dreckig, auf. „Glücklich schätzen solltest du kleine Schlampe dich, dass es dir nun endlich mal einer so richtig besorgen wird. Ja, freu dich schon mal, du kleine Hure. Aber keine Sorge, ich werde auch ganz vorsichtig sein. Schließlich bin ich doch hoffentlich der Erste für dich, du kleines Miststück, oder?“ Dieser Dreckskerl erwartete doch wirklich noch eine Antwort auf seine unverschämte Frage! Er lockerte den Griff seiner Hand, die er auf ihren Mund gepresst hatte. Sie überlegte geschwind, ob es sich lohnen würde zu schreien, sah aber die Ausweglosigkeit ihrer Situation ein und unterließ es. Ihr kurzes Zögern jedoch ausnahmsweise einmal richtig interpretierend fuhr er sie an: „Du kleine Drecksschlampe überlegst doch wohl hoffentlich nicht zu schreien, oder? Na ja, selbst wenn... es würde dich ja sowieso keiner hören!“ Wieder lachte er auf diese dreckige Art und Weise. „Ja, genau, schrei du kleines Miststück, ich will dich schreien hören! Deine Stimme hören wie sie sich vor Angst überschlägt! Los, schrei schon, mein kleiner Wildfang, ich gebe dir sicher kein zweites Mal mehr die Gelegenheit!“ Drohend streckte er ihr seinen Zeigefinger der rechten Hand entgegen. Nein, diesen Triumph würde sie ihm nicht auch noch gönnen! Er könnte tun was er wollte, sie würde nicht schreien, nein, nicht einmal in Tränen ausbrechen oder auch nur wimmern. Egal, was er tun würde, diesen Triumph würde sie ihm nicht gönnen! Dies nahm sie sich jedenfalls fest vor. Wohl ihre Gedanken in ihrem schmerzverzerrten Gesicht ablesend zischte er: „Ach, der kleine Wildfang weigert sich wohl? Denkst wohl, wenn du dich weigerst und ganz ruhig bist, hast du es schneller hinter dir? Ha, vergiss es! Jetzt, da ich schon die Gelegenheit habe, werde ich sie auch voll auskosten! Aber nun schrei endlich, sonst muss ich dir wehtun, mein Süße!“ Wieder drohte er ihr, doch dieses Mal viel subtiler. Statt zu versuchen ihr mit roher Gewalt noch weiter Angst einzuflößen, fing er wieder an unter ihrem Rock zu grapschen... Gab es denn wirklich keine einzige Chance mehr ihm zu entkommen? Würde er wirklich so grausam sein und so weit gehen ihr das anzutun? Dieser Typ, den sie schon so lange kannte und immer für einen guten Freund gehalten hatte, stellte sich nun wirklich als eine hasserfüllte, machtgierige Bestie heraus. Sie verkrampfte sich immer mehr, was ihn zum wiederholten Male zu einem verächtlichen Auflachen brachte: "Na komm schon, meine kleine Wilde, entspann dich. Du wirst es schon überleben. Und hey, also wirklich, stell dich nicht so an, es gibt viel Schlimmeres! Und schau mal... immerhin kennst du mich bereits ein wenig...“ Wieder lachte er hämisch. Ja, sie hatte den Fehler begangen zu glauben, dass sie ihn kannte... Doch dies sollte sie nun wohl gleich auf tausendfach schlimmere Art büßen. Seine Hand wanderte immer weiter die Innenseite ihres linken Oberschenkels hinauf, streichelte auf eine gar zarte, aber in Anbetracht der Umstände, auch ziemlich pervers Art ihre gut trainierte Oberschenkelmuskulatur. Anerkennend grinste er sie an und nahm sich auch noch das Recht heraus, ihr zu ihrem Körper zu gratulieren! Er zog langsam seine Hand unter ihrem Rock hervor, strich ihn wieder etwas glatt und verminderte auch den Druck seiner Hand auf ihren Mund. Aller Vernunft entgegen begann sie wieder zu hoffen, dass er doch noch zur Vernunft kommen würde... Doch diese voreiligen Schlüsse bereute sie bereits einige Sekunden darauf, als er seine vor wenigen Augenblicken gezeigte Zärtlichkeit über den Haufen warf und ihr brutal die Bluse aufriss, was sie widerwillig nun doch aufschreien ließ. "Ach, du kleiner Wildfang hast deine Stimme nun doch endlich wieder gefunden?“ Reagierte er wiederum hämisch. War das wirklich der gleiche Chico, den sie damals kennen gelernt hatte? So hämisch, Macht berauscht und von Zorn gepackt... Wie hatte er sich nach all diesen Jahren nur so drastisch vom netten und sensiblen Beschützer in ihren neuen, grausamen Peiniger verwandeln können? Oder hatten all diese Gefühle und dies alles schon lange vor diesem Vorfall tief verborgen in seinem Innern geruht, auf einen solchen Moment wartend? Aus diesen Gedanken fuhr Lucrecia auf als Marco ihr nun wieder mit zärtlichen, kreisenden Bewegungen über den Oberkörper strich. Wie absurd diese Zärtlichkeit in Anbetracht der Tatsachen war! Er benahm sich beinahe wie ein romantischer, sanfter Liebhaber statt den Tatsachen die Ehre zu geben und sich zu benehmen wie ein brutaler Vergewaltiger, der er in diesem Moment wohl zweifellos war. Langsam und ruhig, aber gleichzeitig auch fast die Macht über sie auskostend streifte er ihr die BH-Träger von den Schultern und zog ihr diesen ganz aus. Wie absurd dieses Bild doch aussehen musste! Er, mit halbgeöffneter Hose, gewaltsam über ihr kniend und sie mit hoch gerutschten Rock, zerrissener Bluse und ohne BH. Und dazu noch die beiden anderen, sich diskret im Hintergrund haltenden, aber doch langsam die Situation realisierenden, Jungen. Er beugte sich gemächlich noch weiter über sie und als sie seinen heißen, ja, richtiggehend erregten Atem an ihrem Hals und auf ihrem Dekolleté spürte, schloss sie unweigerlich die Augen und musste eine aufkommende Übelkeit hinunterschlucken. Sie wollte einfach nur noch, dass es schnell vorbei war, da sie mittlerweile jede Hoffnung, er oder einer der anderen könnten noch rechtzeitig zur Besinnung kommen, aufgegeben hatte. Doch als könne er ihren Wunsch körperlich spüren, ließ er sich extra viel Zeit und war auch noch übertrieben zärtlich, das jedoch nicht ohne ihr immer wieder sein hämisches Grinsen zuzuwerfen. Als er sich einige Sekunden nicht mehr rührte, öffnete Lucrecia ihre Augen doch wieder, jedoch nur um in sein sie verhöhnendes Gesicht schauen zu müssen. "Ach, meine Süße, bitte, mach es uns beiden doch nicht so schwer. Ich verspreche es dir, es wird nicht halb so schlimm wie du befürchtest, wenn du endlich aufhörst dich zu verkrampfen! Ich hab dir doch schon erklärt, dass ich wirklich ganz sanft mit dir umgehen werde und bisher habe ich mein Versprechen ja wohl immer gehalten, oder? Aber glaub mir, es kostet mich einige Mühe so viel Geduld mit dir zu haben. So viel hätte ich nicht mit jeder. Ach, mein kleiner Wildfang, jetzt hör doch endlich auf dich selbst zu belügen. Du weißt doch genauso gut wie ich, dass du es auch willst! Zig andere Mädchen würden sich die Finger danach lecken in deiner Situation zu sein!“ Trotz ihrer fürchterlichen Angst vor ihm und dieser grausamen Situation, war nun sie diejenige, die ein verbittertes Lachen nicht unterdrücken konnte. Ja, natürlich, es gäbe bestimmt total viele Mädchen, die jetzt gerne an ihrer Stelle wären! Langsam wieder ungeduldig werdend, stieß er ihr unsanft sein rechtes Knie zwischen die Beine und zwang sie so, ihre zusammen gepressten Oberschenkel ein klein wenig zu spreizen. Doch gleichzeitig versteifte sie sich wiederum. Dies bemerkte Marco selbstverständlich sofort und fing nun doch wieder zärtlich an ihren Oberkörper zu liebkosen. Er hoffte, dass sich Lucrecia schnell wieder etwas mehr entspannen würde. So berauschend dieses Gefühl der Macht über einen anderen Menschen, in diesem speziellen Fall also über sie, auch war, so machte es doch nur halb so viel Spaß, wenn der andere so verkrampft war wie Lucrecia. Während er sie also, auf ein wahres Wunder hoffend, weiter liebkoste, versuchte er mit der freien Hand, da er sie nun, statt mit beiden Händen, mit seinem Körpergewicht zu Boden presste, langsam und vorsichtig, damit sie es bestmöglichst gar nicht mitbekam, seinen Gürtel nun gänzlich zu öffnen. Nach einigem Nesteln an diesem gelang es ihm auch. Ihre Gedanken rasten wild, während er auf diese beinah zärtliche Art und Weise mit ihren Brustwarzen spielte. Ihn zur Besinnung zu bringen war unmöglich, doch, so überlegte sie, ihre einzige Möglichkeit, dass unausweichlich scheinende Unheil doch noch abzuwenden, bestand darin, den anderen Beiden klar zumachen, dass das gänzlich gegen ihren Willen geschah und an ihre Moral zu appellieren. Um sich ihre Gedanken jedoch nicht anmerken zu lassen, versuchte sie redlich sich ein klein wenig zu entspannen, damit Marco dachte, sie hätte sich nun endlich in ihr Schicksal gefügt und sich in Sicherheit wiegen würde. Auf ihre Taktik hereinfallend, lächelte er sie an und sagte beinahe aufmunternd: "So ist es richtig, meine kleine, süße Lucrecia! Hast du nun endlich eingesehen, dass ich Recht habe und es für uns beide viel angenehmer ist, wenn es dir auch ein wenig Spaß macht?! (Wie konnte er nur glauben, selbst wenn sie sich nun merklich etwas entspannt hatte, dass es ihr Spaß machen könnte??) Denkst du vielleicht, ich habe das Ganze so gewollt? Nein, glaub mir, mein Wildfang, ich wollte dich nicht verschrecken. Ich hatte eigentlich vor dich ganz zärtlich in die Geheimnisse der Liebe einzuführen, aber das hast du uns beiden ja mit deiner ewigen, nervigen Zappelei vergönnt. Aber so kann es noch immer schön werden!“ Sie bemerkte zu Tode erschrocken ein fast irres Glitzern in seinen Augen als er das sagte und versteifte sich gegen alle guten Vorsätze wieder total. Aber wer bitte könnte ihr das verübeln? Ihr plötzliches Wiederversteifen falsch deutend, wandte er sich wieder beruhigend an sie: "Keine Sorge, meine Kleine, ich werde trotzdem so zärtlich und sanft wie möglich sein. Es ist dein erstes Mal, nicht wahr?! Hab keine Angst, meine Lucrecia, es wird nur am Anfang ein ganz klein wenig schmerzen. Aber das wirst du schon verkraften, meine Tapfere!“ Welch Hohn in dieser Situation! Auch wenn sie teilweise selbst schuld war daran. Aber wie hatte sie sich auch nur so in ihm täuschen können? Nie hätte sie von ihm eine solche Gräueltat erwartet. Natürlich, er hatte sich ab und an mal mit anderen geprügelt, aber Mädchen gegenüber und vor allem gegenüber ihr, war er doch immer so süß und charmant gewesen. Er war von Anfang an total nett und verständnisvoll. Sie hätte einfach irgendwann mal misstrauisch werden sollen! Aber was brachte es jetzt noch sich selbst Vorwürfe zu machen?! Sie nahm ein letztes Mal ihren Mut zusammen und versuchte ihm klar zu machen, dass er das nicht tun dürfe, dass er sie so beide nur unglücklich machen würde und dass sie noch nicht bereit dazu sei, die beiden aber doch noch alle Zeit der Welt hätten, wenn er sie jetzt gehen ließe, es wäre ja noch nicht zu spät und er solle sich doch selbst eingestehen, dass es ein riesen Fehler wäre, wenn er das wirklich tun würde! Doch Marco ließ sich nun nichts mehr sagen, nein, im Gegenteil, er setzte wieder sein hämisches, boshaftes Grinsen auf und fuhr sie scharf an: "Lucrecia, ich weiß, dass du eine echte Überredungskünstlerin bist, aber heute Abend wirst du wohl das erste Mal erfahren müssen, dass man im Leben nicht immer das bekommt, was man will!“ Er grinste sie besserwisserisch an und fügte hinzu: "Bzw, dass man nicht immer das bekommt, was man denkt, dass man es gerade will.“ Wie konnte er es nur wagen, ihr eine so klare Tatsache auf eine solche Art und Weise unter die Nase zu reiben, besonders da er doch genau wusste wie sie so etwas hasste! Er genoss seine Macht wirklich. Doch statt noch länger irgendwelche intelligenten Reden zu führen, begann er wieder sich ihren Brüsten zuzuwenden. Wie vorhin bereits begann er wieder sie mit seinen Händen und seinem Mund zu liebkosen. Unwillkürlich, so absurd dieser Gedanke auch war in Anbetracht der Tatsache, musste sie einfach denken, dass er, gab man sich ihm freiwillig hin, bestimmt ein hervorragender Liebhaber war. Doch diese Erkenntnis brachte ihr nicht wirklich viel, da sie sich hier alles andere als freiwillig hingab! Sie verkrampfte sich bei diesen Gedanken und seinen Zärtlichkeiten wieder, auch wenn sie sich eigentlich wirklich etwas entspannen hätte wollen, da sie die Hoffnung noch immer nicht völlig begraben hatte. Ihr erneutes Verkrampfen versetzte ihn total in Rage, er ging ruckartig zurück und funkelte sie böse an: "Lucrecia, zum Teufel mit dir! Gib endlich deine alberne Hoffnung auf! ... ich wollte es schon so lange, zwar nicht direkt so, aber dafür bin ich ja jetzt nicht unbedingt verantwortlich! Das hast du dir selbst zuzuschreiben! Aber glaub mir ruhig, dass ich es mir nun auch nicht mehr nehmen lassen werde! Verstanden?!“ Um einiges härter als zuvor, begann er ihre Brüste zu streicheln und fing wieder an mit seiner Zunge an ihren Brustwarzen herumzuspielen. Sie konnte sich einfach nicht entkrampfen, sosehr sie es zur Entspannung der Situation auch wollte. Dies verärgerte ihn immer weiter und so kam es, dass er ihr brutal in die rechte Brustwarze biss, was sie vor Angst, Schreck und vor allem vor Schmerz laut aufschreien ließ. Das er ihr eisernes Schweigen nun schon zum zweiten Mal durchbrochen hatte, schien ihn auf perverse Art zu befriedigen, ja, sogar noch weiter zu berauschen. Er lehnte sich genießend einen Augenblick zurück. Diesen Augenblick nutze sie, um sich nach den beiden Anderen umzusehen. Vielleicht konnte sie sich ja doch noch aus dieser misslichen Lage retten mithilfe der Beiden?! Unauffällig drehte Lucrecia den Kopf ein klein wenig, um Marcos Kumpanen mit Blicken zu suchen. Sie entdeckte sie aus den Augenwinkeln heraus und wollte den Blick gerade wieder abwenden, als sie bemerkte, dass es nicht so war wie es im ersten Augenblick schien. Nein, die Beiden standen wirklich nicht gerade in friedlicher Eintracht inzwischen ein weites Stück entfernt und blickten in die andere Richtung, im Gegenteil: Sie stritten sich heftig! Jedoch konnte man durch den starken Straßenlärm nicht mehr verstehen über was sie sich so leidenschaftlich stritten. Ihren Blick gerade noch auffangend, wandte sich nun auch Marco geschwind um, um zu sehen, wohin "seine“ Lucrecia den Blick ihrer wunderschön blaugrauen Augen gewandt hatte. Diesen jedoch wieder falsch deutend, murmelte er beruhigend: „Keine Sorge, die Beiden geht das hier gar nichts an. Sie wissen sehr wohl, dass sie sich aus meinen Angelegenheiten herauszuhalten haben!“ Sollte sie das nun etwa beruhigen? Doch sie hatte nicht allzu viel Zeit sich darüber Gedanken zu machen, denn schon hatte sich ihr Peiniger wieder ihr bzw. eher ihrem Körper zugewandt. Mehr zu sich als zu Lucrecia flüsterte er: "Ach, meine Süße, du hast einen so wunderbaren Körper! Nicht so abgemagert wie manch anderes Mädchen, aber doch so wundervoll durchtrainiert und schlank. Wie oft habe ich mir schon vorgestellt dich endlich einmal näher zu erforschen?!“ Bei diesen Worten verschwand ihre leichte Entkrampfung blitzartig wieder. Darauf reagierend riss er ihr forsch die in Fetzen an ihr herunterhängende Bluse von den Schultern und schleuderte sie achtlos einige Meter weiter auf den Parkboden. Nachdem sie nun mit endgültig entblößtem Oberkörper hilflos unter ihm lag, gab sie endgültig all ihre Hoffnung auf und eine Resignation, in einer Intensität, die sie sich nie hätte träumen lassen, bemächtigte sich ihres Körpers. So rührte sie sich nicht mehr und gab sich ihrem abscheulichen Schicksal und ihrem sadistischen Peiniger willenlos hin. Dieser fuhr ihr langsam über die Brüste, hinab über ihre Rippenbögen, umkreiste sanft ihren Bauchnabel, kitzelte ihn mit einer zärtlichen Berührung seiner Zunge und ließ seine Hände immer tiefer gleiten. Sich alle Zeit der Welt lassend, schob er sanft, aber doch forschend, seine rechte Hand unter ihren Rocksaum. Wieder stieg eine heftige Übelkeit in ihr auf, was sie dieses Mal aber gar nicht mehr richtig wahrnahm, da sie inzwischen beinahe apathisch war. Es war ihr nun endgültig klar, dass er es tun würde, egal ob sie nun weiter flehen würde oder nicht und darauf zu hoffen, dass sich einer der anderen einmischte, hatte wohl auch keinen Sinn, da sie sich wohl wirklich nicht in Marcos Angelegenheiten mischen würden, mag sein aus Angst oder falschem Respekt vor angeblich besten Freund. So war es doch wohl wenigstens besser, wenn sie apathisch war, um nicht alles genau mitzubekommen oder sich dies wenigstens einzureden... Während also seine linke Hand wieder ihre Brust massierte, erforschte er mit der anderen immer weiter ihre tieferen ‚Gefilde’. Er lag noch immer dicht über ihr und sie konnte deutlich spüren, dass ihn das Ganze doch spürbar erregte. Jedoch störte es ihn sehr wohl, dass sie nun so willenlos unter ihm lag. „Lucrecia, he, was soll denn das nun schon wieder? Ich dachte, du hättest endlich eingesehen, dass es auch für dich weniger schlimm ist, wenn du dich damit abfindest und wenigstens versuchst es zu genießen!“ Langsam brachte ihn die ganze Sache wieder in Rage und er begann wieder zornig zu werden. So viel zu dem aufbrausenden Temperament der Spanier...! Er zog ihr ziemlich unsanft den Rock hinunter. Er ließ wieder seine Hand unter ihren Tanga, der das einzigste Bekleidungsstück war, dass er ihr noch gelassen hatte, wandern, als auf einmal ein gewaltsamer Ruck durch seinen Körper fuhr. Beide, Marco wie auch Lucrecia, völlig überrascht von dessen Intensität (jedoch einer negativ und die andere sehr positiv...), fuhren sie gleichzeitig auf und sahen dem bitterböse dreinblickenden Tonio ins Gesicht. Tonio, der damals 14jähreige Antonio, konnte man ansehen, dass er sich mit dem anderen Freund Marcos bereits heftig geprügelt haben musste, denn man konnte bereits dunklerwerdende Schatten um sein rechtes Auge erkennen. Bevor auch nur Marco oder Lucrecia die neuen Geschehnisse richtig verstanden hatten, riss Tonio Marco auch schon von der Armen herunter und die beiden begannen ihrerseits eine heftige Schlägerei. Zwar war ihr Peiniger vom Körperbau eindeutig im Vorteil, aber dafür hatte der Schmächtigere die Überraschung auf seiner Seite. So bekamen beide den ein oder anderen Fausthieb ab und die Oberhand wechselte immer wieder. Vom Geschehnis, das direkt vor ihr stattfand, ganz in den Bann gezogen, kam Lucrecia nicht einmal auf die Idee zu fliehen. Denn sie war zum einen total perplex von der plötzlichen Kehrtwendung, aber trotzdem noch immer ziemlich unter Schock und schließlich war die Gefahr noch immer nicht gebannt, da Tonio den Zweikampf auf die Dauer unmöglich für sich entscheiden konnte. Als er also kurz wieder die Oberhand hatte, wandte er sich noch immer bitter böse dreinblickend an seinen Kampfgegner. „Du hast nicht im Ernst geglaubt, dass ich das einfach so geschehen lasse oder? Ja, wir sollen uns nicht in deine Angelegenheiten mischen, ok, aber dies hier sind nicht nur die deinigen. Verdammt, was ist eigentlich in dich gefahren? Mann, Marco, du könntest jede haben, wirklich jede, wieso dann ausgerechnet Lucrecia? Wieso? Und dann auch noch gegen ihren Willen! Du bist doch echt nicht mehr ganz dicht! Nein, schlimmer, du bist ein Arschloch! Wie kannst du ihr das nur antun? Allein daran zu denken...! Du verdammter Hurenbock! Und als wäre es nicht schon schlimm genug, nein, wieso dann auch noch vor meinen Augen? Selbst wenn sie es freiwillig gewollt hätte! Sag mal, bist du eigentlich blind? Hast du eigentlich überhaupt nichts kapiert? Seit Wochen nun schwärmst du täglich von ihr. Hast du denn wirklich nie mitbekommen, dass du nicht der Einzigste bist, der mitbekommen hat, dass sie was Besonderes ist? Mann, weißt du eigentlich wie scheiße es die ganze Zeit für mich war? All die Tage hast du nur von ihr geredet. Ich dachte, es beruht auf Gegenseitigkeit und selbst wenn nicht, was hätte ich denn für eine Chance bei einem so wunderbaren Mädchen? Besonders wenn du, du geiler Kerl, ihr ebenfalls den Hof machst! Und dann vorhin, verdammt, ich dachte wirklich, sie wollte es auch! Ich hätte dich wirklich nicht für so skrupellos gehalten. Ist dir eigentlich auch klar, was du ihr damit antun würdest? ...“ Wutentbrannt viel ihm nun Marco ins Wort und beide Jungen hatten über ihr eifriges (Wort)Gefecht ganz vergessen, dass sie nur wenige Meter von ihnen entfernt noch immer bewegungslos verharrt auf dem Boden lag. „Wie bitte? DU stehst auch auf sie? DU, ausgerechnet du? Tja, Tonio, da kommst du nun leider etwas zu spät...“ Wieder sein hämisches Lachen. „Aber...“ Er zog die Worte sadistisch in die Länge. „... wenn sie noch in der Lage ist, wenn ich mit ihr fertig bin, was allerdings zu bezweifeln ist, kannst du sie ja gerne haben...“ Er lachte mit einem irren Ton in der Stimme auf. Ungläubig und voller Hass über die ungekannte Charakterseite seines ehemals besten Freundes, schlug tonio ihm mitten ins Gesicht. Man hörte ein ziemlich lautes Knacken und Marco lief ein ziemlicher Strahl Blut aus der Nase. Dies wiederum brachte diesen so sehr in Rage, dass auch er nun die Kontrolle total verlor und besinnungslos auf den viel schwächeren und nun hilflosen Tonio einschlug, bis dieser bewegungsunfähig und ohnmächtig unter ihm lag. Er rollte sich von ihm herunter und bekam nicht mal Lucrecias Angstschrei mit. Aus ihrer Verblüffung nach der zweiten Liebeserklärung an diesem Abend gerissen, kroch sie zu dem ohne Bewusstsein daliegenden Junge. Sie machte sich schreckliche Sorgen und verdrängte alle wieder gekehrten Ängste über ihre eigene Sicherheit. Am Ende war er schwer verletzt und das nur wegen ihr...! Nein, dass durfte nicht sein. Er durfte sich nicht um sonst so für sie zurichten gelassen haben. Und außerdem musste sie dringend Hilfe für ihn holen, bevor...! Nein, daran durfte sie überhaupt nicht denken! Komplett in Panik geraten, schreckte sie herum, als sie ein von Schmerz erfülltes Aufstöhnen hinter ihrem Rücken hörte. Oh Gott, Marco...! Er blutete noch immer stark aus der Nase, was ihn aber mittlerweile nicht mehr allzu sehr zu stören schien. Bevor sie sich noch hätte wehren können, hatte er sie bereits wieder unter seinem Leib begraben. Nein, das durfte einfach nicht geschehen! Sie strampelte wild und er bekam auch einige Male ein paar Tritte ab, doch dies schien ihn in seinem Vorhaben nicht weiter abzuhalten, im Gegenteil, jeder Versuch ihrerseits die Situation noch einmal zu ändern, schien ihn nur noch weiter anzustacheln und ihn in der Überzeugung es nun wirklich tun zu müssen, nur zu bestärken! ER hob die Hand als wolle er sie schlagen, ließ sie dann aber doch wieder sinken. Sie atmete erleichtert auf, jedoch nur, um einige Sekunden später die Luft wieder ängstlich einzuziehen, als er ihr nun auch noch ihr letztes Bekleidungsstück, ihren schlichten schwarzen Tanga, vom Körper riss und ihn wiederum unachtsam auf den Boden fallen ließ. Es gab wirklich kein Entrinnen mehr. Er würde es tun. So sehr sie auch während dem kurzen Zweikampf gehofft und gebetet hatte, das Schicksal war nicht gnädig mit ihr. Vielmehr sollte sie für ihre mangelnde Vorsicht und ihr zu großes Vertrauen in diesen Jungen, der sich bisher doch wirklich nie etwas hatte zu schulden kommen lassen, büßen. Doch bekanntlich ist immer irgendwann das erste Mal und das dieses Mal sogar in zwei Fällen... Sie versuchte sich irgendwie abzulenken, aber wie sollte man sich mit irgendetwas in dieser Situation ablenken können? Es würde wohl das Schlimmste sein, was ihr je in ihrem Leben widerfahren würde. Denn war nicht dies überhaupt das Schlimmste, was ein Mann einer Frau nur antun konnte? Er streichelte sie zärtlich an den geheimsten, unberührtesten und intimsten Stellen ihres Körpers und sie musste sich gegen ihren Willen eingestehen, dass, wenn dies nicht gegen ihren Willen ginge, nun, er war wohl wirklich nicht schlecht zu nennen... Doch konnte diese Tatsache nicht die weit grausamerer überdecken, dass er sich an diesem Abend beinahe in ein wildes Tier verwandelt hatte, auch wenn er gerade mit äußerster Sanftheit vorging, sie durfte nicht vergessen wie brutal er werden konnte, wenn er wütend wurde und das würde er wieder werden, wenn sie nicht so tat, als würde es ihr Spaß machen. Aber konnte sie das wirklich tun? In diesem Augenblick bemerkte sie ein kaum hörbares Aufstöhnen, zuerst dachte sie, es wäre Marco gewesen, doch dieser war zu sehr mit der Erforschung ihrer intimsten Gegenden beschäftigt, weshalb das Aufseufzen zum einen nicht von ihm hatte stammen können und er es zum andern gar nicht bemerkt hatte. Also konnte es doch nur noch... Sie drehte ganz vorsichtig ihren Kopf ein kleines Stück und... Ja, er war wieder zu Bewusstsein gekommen! Tonio lebte und es ging ihm wohl den Umständen entsprechend ganz gut, nur, dass er noch immer hilflos auf dem Boden lag und sich nicht wirklich rühren konnte. Wie grausam, jetzt musste nicht nur sie dieses Schicksal über sich ergehen lassen, nein, jetzt musste er es auch noch mit ansehen, denn helfen konnte er ihr in seiner Verfassung nun wirklich nicht mehr. Er schaute sie machtlos und um Verzeihung bittend an. Als könne er etwas für diese ungeheure Situation. Er hatte schließlich ja noch versucht ihr zu helfen und dafür auch noch sich selbst gefährdet! Geschwind wandte sie sich wieder von Tonio ab, damit Marco nicht mitbekam, dass dieser wieder zu Bewusstsein gelangt war und ihn womöglich noch mehr zurichtete... Er hatte sich mittlerweile ebenfalls seine Jeans vollkommen ausgezogen, sodass er nun lediglich noch mit seinen schwarzen Boxershorts und einer deutlich sichtbaren Erektion über ihr lag. Ihr stockte zum ungezähnten Male der Atem und aus den Augenwinkeln konnte sie sehen wie auch Tonio seine Augen aufriss, weil auch er noch gehofft hatte, dass sein ehemaliger Freund wieder zur Besinnung kommen würde, was jedoch nicht der Fall war wie nun allen Beiden klar geworden war. Wohl der Meinung, dass das „Vorspiel“ nun lange genug gedauert hatte, wandte er sich noch einmal, bevor er es wirklich tun würde, an Lucrecia: „So, meine Prinzessin. Jetzt ist es wohl wirklich endlich so weit und wie man spürt, hast du wohl auch schließlich deinen Widerstand aufgegeben?!“ Auf seine rhetorische Frage konnte Lucrecia sich, selbst in dieser Situation, noch kaum eine bissige Antwort verkneifen, doch schaffte sie es zum Glück gerade noch ihre Zunge im Zaum zu halten, denn diese Aussage hätte wohl schwerwiegende Folgen gehabt. Da er inzwischen sicher war, dass wirklich nichts mehr dazwischen kommen konnte, hatte er sich ziemlich abgeregt und war dementsprechend auch wieder sanfter in seinen Taten ihr gegenüber geworden. „Wie versprochen, ich werde sanft sein. Und vielleicht findest du ja doch noch Gefallen? Schließlich hat sich bisher ja nie ein Mädel beschwert und dich möchte ich wirklich nicht enttäuschen!“ Er meinte diese Worte, so grotesk sie sich auch anhörten, wohl wirklich ernst. Als könne er sie jetzt noch enttäuschen! Er hatte längst alles zerstört, aber nicht nur in ihrem Verhältnis, nein, es war schon längst noch mehr in Lucrecias Innern kaputt gegangen und es sollte noch mehr von seiner Hand bzw. eher durch seinen Körper zerstört werden. Obwohl es schien, dass es bereits Jahrzehnte her war, als sie friedlich zu viert auf der Bank auf Lucrecias Lieblingsplatz gesessen waren. Und nun? Einer war abgehauen, der andere lag zu ihrer beiden Füße am Boden und konnte sich noch immer nur recht wenig und auch das nur unter enormen Schmerzen bewegen und die anderen Beiden? Er lag nur noch mit seinen Boxershorts auf ihr, die sie da so unbekleidet auf dem langsam kalt werdenden Erdboden lag. Wieder ließ er seine Hand zuerst über ihre Brüste gleiten und um ihren Bauchnabel kreisen, während er zum wiederholten Male unter Zungeneinsatz mit ihren Brustwarzen spielte. Doch langsam glitt seine Hand wieder zwischen ihre Schenkel und ließ ihr das Blut in den Adern stocken. Nun war die Zeit also gekommen. Er würde es tun, daran war schlussendlich kein Rütteln und auch kein Zweifel mehr. Es stand fest wie das Amen in der Kirche. So also sollte sie entjungfert werden. Von einem guten Freund, dem sie sich wie einem Bruder verbunden gefühlte hatte, gegen ihren Willen, auf einem Waldweg und mit einem Zuschauer, der ebenso sehr wie sie alles versucht hatte es zu verhindern und dem der Gedanke genauso grauenhaft erschien wie ihr. Sie wusste nicht, für wen das Ganze nun wohl schlimmer war. Ihr Großvater hatte, bevor er gestorben war, immer gesagt, so schrecklich die Situation auch sein mag, man muss trotzdem oder gerade deswegen immer das Gute daran sehen. Es erschien ihr zwar sehr ironisch und sarkastisch in ihrer Lage nach etwas Positivem zu suchen, aber bisher hatte er damit noch jedes Mal Recht behalten. Jedoch war das einzige Positive, dass sie finden konnte, gleichzeitig auch wieder etwas Negatives. Nämlich die Tatsache, dass es Marco war, das Positive daran war, dass er immerhin sein Versprechen halten würde und möglichst sanft mit ihr war, das Negative aber, dass ausgerechnet er ihr so etwas antun konnte. Konnte man in diesem Jahrhundert überhaupt noch irgendjemandem trauen? Nicht einmal mehr ihm konnte sie trauen, einem Jungen, einem ihrer besten Freunde, den sie schon seit der Grundschulzeit kannte! Noch immer ruhte seine Hand zwischen ihren durchtrainierten Oberschenkeln und berührte Stellen, die zuvor noch von keinem anderen Jungen berührt worden waren. Langsam und vorsichtig erforschte er das noch unbekannte Terrain. Es durchlief sie immer wieder ein eisiges Schauern. Dies jedoch interpretierte Marco wieder einmal falsch, denn er dachte allen Ernstes, dass es ihr nach ihrem anfänglichen, wie es ihm erschien, Gezicke nun doch gefiel. So streifte er sich beinahe noch langsamer mit der einen Hand das einzigste Kleidungsstück, das er noch am Leib trug, bis zu den Knien hinab, während er sie nach wie vor sanft streichelte. Er blickte ihr tief in die Augen, teils um sie abzulenken und teils wohl auch um sie vorzuwarnen. Auch in diesem Punkt hatte er nämlich recht behalten. Denn als er nach dieser für sie scheinbar unendlichen Zeit „endlich“ in sie eindrang, schmerzte es sie wirklich für einen kurzen Augenblick, was sie leise und gegen ihre anfänglichen Vorsätze aufwimmern ließ. Dies führte zu einer von ihm sehr beschützerisch scheinenden Geste, er streichelte vorsichtig über ihr Haar, ganz so, als wolle er sie trösten und ihr versichern, dass dies lediglich ein Schmerz von kurzer Dauer war, würde sie sich nicht wieder verkrampfen. Nachdem er ihr eine Sekunde zum Atem holen gelassen hatte und sich nicht bewegt hatte, fing er nun an sich langsam, sanft und vorsichtig, wie er es ja auch versprochen hatte, mit kreisenden Bewegungen in ihr auf und ab zu bewegen. Sie konnte sich nicht komplett entspannen, weshalb es sie doch noch immer schmerzte. Dies bemerkte Marco und so sehr er sich auch an diesem Abend zum Tier verwandelt haben mochte, nun, da er seinen Willen bekommen hatte bzw. gerade bekam, tauchte in ihm wieder die ruhige und sanfte Seite des netten Beschützers auf und er versuchte sie redlich abzulenken, damit sie sich ganz entspannen würde. Er strich ihr mit einer nach seiner gezeigten Brutalität nie erwarteten Zärtlichkeit über ihr zerzaustes Haar, über ihre von Tränen überströmten und erhitzten Wangen, spielte wieder zart und beinahe aufmunternd mit ihren Brüsten. Das Ganze war so absurd und widersprüchlich! Einerseits hatte er sich nicht von seinem Willen abbringen lassen und vergewaltigte sie gerade und zum anderen konnte er es aber auch nicht sehen wie sie noch mehr litt, als unbedingt nötig. Denn das sie litt war eine seiner Meinung nach unabänderliche Tatsache, da er nicht einmal im Träume darauf gekommen wäre sein ihm zustehendes „Recht“, sie endlich und vorallem als Erster zu besitzen, egal um welchen Preis, ungenutzt zu lassen. In diesem Punkt benahm er sich halsstarrig wie ein Ochse mit Nackenverspannungen. Unweigerlich kam in ihr die Frage auf wie das nur sein konnte, dass er so zwiegespalten war und es einerseits nicht ertragen konnte, wenn sie litt, ihr aber andererseits mutwillig erst Leid zufügte?! Und was war ihm wohl widerfahren, dass er dies erst tat, dass er es wahrlich als sein Recht ansah sie zu nehmen, wenn nicht anders möglich eben auch gegen ihren Willen! Schließlich ist doch kein Mensch von seiner Geburt an so bösartig, dass er einem anderen dies antat. Oder etwa nicht? Kommt nicht etwa jeder Mensch unschuldig auf die Welt, als neugeborener Säugling, der noch keine Sünde begangen hatte, sondern erst noch je nach Verlauf seines Lebens viele oder wenige Frevel begehen sollte? Und überhaupt wie konnte Gott zu lassen, dass so etwas geschah oder das ein Mensch einem anderen menschlichen Wesen etwas antat oder generell einem anderen Lebewesen? Wie konnte er all dieses Leid in der Welt zu lassen? Wie konnte er zu lassen, dass die Menschheit, also ein Teil seiner Schöpfung, die Welt, seine komplette Schöpfung, auf immer neue Art zerstörte? Über diese Fragen kam sie zu der wohl entscheidensten: Gibt es überhaupt einen Gott? In diesen Augenblicken wurde ihr also nicht nur ihre Unschuld von Marco gestohlen, nein, er stellte auch noch ihr ganzes Leben auf den Kopf, ließ sie alle Grundsäulen ihres Lebens in Frage stellen! Doch ganz konnte dieser Teil des Sturms, der sich in ihrem Innern abspielte, sie nicht von Marcos Treiben ablenken und auch seine Bemühungen scheiterten, wenn auch nicht unbedingt merkbar. Langsam wurden seine Bewegungen schneller und heftiger, bis er vor Lust und Erregung aufstöhnte und sein Samen sich in und auch teilweise über ihr ergoss. In diesem Augenblick durchzuckte sie ein schrecklicher Gedanke, sogar schrecklicher als dieses ganze Szenario. Was, wenn sie nun schwanger von ihm werden würde? Oh Gott! Das war nun endgültig zu viel. Wieso hatte er nicht wenigstens ein Kondom benutzen können? Sie war doch gerade erst 16, nein, noch nicht einmal das, sie würde ja erst in wenigen Stunden ihren sechzehnten Geburtstag haben. Das war ja wirklich ein gelungenes Geschenk, aber um Gottes und ihrer aller Willen hoffentlich ohne diese eine Folge!
Doch was konnte sie nun noch tun, als zu hoffen? Sie glaubte nicht in allzu tiefer Intensität an Gott, besonders nach diesem Vorfall nicht mehr, also hatte es wohl auch nur wenig Sinn zu beten. Sie öffnete langsam ihre Augen, die sie geschlossen hatte, als er in sie eingedrungen war. Während er sich noch immer langsam und vorsichtig wieder aus ihr zurückzog, heftig atmend, von den letzten Minuten doch angestrengt, lächelte er sie ermattet an. Doch selbst in seiner Erschöpfung nach diesem Kraftakt noch verlor er seine Häme nicht und meinte grinsend, aber wirklich ehrlich gemeint: „Nun, meine Süße, meine kleine Lucrecia, hatte ich Recht oder willst du wirklich noch behaupten, dass du enttäuscht bist? Das würde ich dir offen gesagt nicht glauben, tut mir leid.“ Mit diesen Worten wandte er sich ein wenig von ihr ab, aber ohne ihren Körper wieder gänzlich frei zu geben, sodass sie endlich hätte fliehen können, und zog sich gemächlich seine Boxershorts wieder hinauf bis zur Taille. So lag sie immer noch unter seinem Körpergewicht auf den Boden gepresst und unbekleidet auf dem Waldboden und konnte es nicht begreifen. Er hatte es wirklich getan, er hatte sie wahrhaftig vergewaltigt! Noch schützte ihr Innerstes sie selbst vor dem ganzen Ausmaß ihrer Gefühle, ihres Schams, ihres Gefühls des Beschmutzt- und Benutztwordenseins und dem Unglauben, dass ausgerechnet er es getan hatte. Aber keiner konnte wissen, nicht einmal sie selbst, wie schwer die folgende Zeit für sie werden sollte, in der sie dies alles zu verarbeiten und erst einmal überhaupt zu verkraften haben würde. Diese Ungeheuerlichkeit! In ihrem Innern herrschte das totale Chaos. Sie war noch immer bewegungsunfähig, zum Einen, weil er ja noch zum Teil auf ihr lag und zum Anderen durch eine innere Lähmung, das Entsetzen darüber, was gerade geschehen war. Doch auf einmal durchschnitt ein neuer entsetzlicher Gedanke dieses Chaos: Was würde Marco nun tun? Es musste ihm doch klar sein, dass sie zur Polizei gehen würde oder etwa nicht?! Würde er sie wirklich einfach gehen lassen oder was würde er mit ihr tun? Würde er sie womöglich zum Schweigen bringen, damit sie nie jemandem erzählen konnte, was hier passiert war? Aber was würde er dann mit Tonio tun und sein anderer Freund hatte ja auch einen Teil des Abends mitbekommen, auch wenn er nach der Auseinandersetzung mit Tonio abgehauen war? Ach, um den musste Marco sich wahrscheinlich wirklich keine Sorgen machen, der würde noch weiter in falscher Loyalität zu ihm halten, aber Tonio und sie? Er konnte doch nicht zwei Menschen töten?! Er war doch kein Mörder - oder etwa doch? Sie hätte ihm schließlich auch nie zugetraut, dass er ihr je etwas antun würde, schon gar nicht gegen ihren Willen. War er überhaupt noch in irgendeiner Weise zurechnungsfähig? ...





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