Die wahren Geschehnisse in unserer Clique

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Wie ihr bereits erfahren habt, kannte ich Lucrecia seit ich denken kann. Wenn ich an meine Kindheit zurück denke, taucht auch immer zu gleich ein Bild von ihr in meinen Gedanken auf. Wir waren unzertrennlich und die allerbesten Freunde von klein auf. Jede wusste alles über die andere, wir konnten die Sätze der jeweils anderen ohne Probleme beenden und mussten nicht einmal unbedingt miteinander reden um uns zu verständigen. Wenn es der einen Mal nicht so gut ging, war immer gleich die andere für sie da.
Sie wurde im gleichen Ort geboren wie ich und unsere Familien lebten zudem auch noch ziemlich in der Nähe, genauer gesagt in einer Art Wohnpark nur wenige Häuser auseinander, sodass wir uns jederzeit sehen konnten, was wir natürlich ausgenutzt haben. Da sich unsere Mütter ebenfalls schon von früher sehr gut kannten, verbrachten wir bereits vom Beginn unseres Lebens an sehr viel Zeit miteinander und wurden so mehr zu Geschwistern, Seelenverwandten, als nur zu bloßen Freunden.
Aber nun zu Lucrecia.
Sie war schon immer ein sehr aufgewecktes Mädchen und unternahm sehr viel. Sie war ein richtiger Wirbelwind und das war in ihrer Gegenwart regelrecht ansteckend. Wie auch Luna war sie eigentlich immer gut gelaunt und steckte mit ihrer Fröhlichkeit genauso wie mit ihrem Abenteurergeist an. Man konnte sicher sein, wenn sie mit von der Partie war, wurde es nie langweilig. Auch wenn sie manchmal etwas zickig war, meinte sie es nicht böse und war immer für andere Menschen und vor allem ihre Freunde da, wenn sie gebraucht wurde. Sie war nicht nur hilfsbereit und fröhlich, sie hatte auch noch eine gewisse sanfte Art an sich, der viele Menschen ansprach und ihr auch den Zugang zu verschlosseneren Persönlichkeiten ermöglichte.
Dieser Charakterzug, ihre Sanftheit, war vermutlich auch der Grund, dass sie, nachdem sie in der 9. Klassenstufe ein Praktikum in einer Grundschule für behinderte Kinder gemacht hatte, am Ende dieses Praktikums vom Leiter dieser Einrichtung angesprochen wurde und er sie fragte, ob sie Interesse daran hätte, dieser Arbeit öfter nach zugehen. So kam es dazu, dass sie eine Art Wochenend- und Ferienjob dort bekam. Sie bekam zwar Lohn, was in Anbetracht ihrer Aufgaben und Leistungen dort, vielen zu wenig gewesen wäre, doch betonte sie immer wieder, dass sie es nicht um des Geldeswillen wegen tat, sondern weil ihr die Arbeit Freude machte, weil sie den Kindern helfen konnte und auch Kontakt mit ihnen und den Betroffenen hatte. Außerdem lernte sie dort auch einige Dinge, von denen sie sagte, sie hätte sie nie begriffen, wenn sie sie dort nicht erlebt hätte und dies glaube ich ihr wirklich. Sie tat oft ihre Meinung kund, dass die Gesellschaft total falsch liege mit ihrer Meinung über behinderte Mitmenschen. Diese Menschen seien keinesfalls eine Belastung für die Gesellschaft, im Gegenteil, sie seien eine richtige Bereicherung, denn von ihnen könne man eine Reihe wichtiger Dinge im Leben lernen. Sie sehen für uns alltägliche Dinge ganz anders wie wir und können uns ganz andere Ansichtspunkte und Ansichten vermitteln.
Neben ihrer Beschäftigung mit den behinderten Kindern verbrachte sie auch einen Teil ihrer restlichen Freizeit mit ihrer jüngeren Schwester oder las und ging Inliner fahren oder schwimmen, wenn sie nicht mit uns zusammen etwas machte. Aber wir unternahmen auch oft gemeinsam solche Dinge und so verbrachte einen Großteil ihrer Freizeit mit uns und den behinderten Kindern.
Es gab viele Eltern der von ihr betreuten Kinder, die man öfter sagen hatte hören können, dass sie ein wahrer Engel in der heutigen Zeit für sie sei. Und auch für mich war sie eine Art Engel…



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